Karin Wiemer schlägt sich als freie Journalistin in der schwäbischen Metropole durch. Schreibt über mehr oder weniger harmnlose Randerscheinungen des Lebens (Männer, Altersarmut, Zweckoptimismus)
Unten finden Sie den FAZ Fragebogen ausgefüllt von Karin.

Was ist für Sie das größte Unglück: Was
ist das überhaupt für ein Wort? Haben Sie sich das mal überlegt? Entweder man
hat Glück, oder man hat keins. Punkt.
Wo möchten Sie leben: Auf einem Berg,
aber warm sollte es sein, ein bisschen Meerblick wär schön, kein Wind, auf
keinen Fall Wind, Wiesen drum rum, saftig, grün und so, im Weinberg, ja, das
wär auch gut, ein kleiner See, ja, super, das Wasser lauwarm oder noch ein
bisschen wärmer, genau – Hinweise nehme ich gerne entgegen.
Was ist für Sie das vollkommene irdische
Glück: Ich warte jetzt erst mal auf Hinweise (s. o.).
Welche Fehler entschuldigen Sie am ehesten: Die, für die sich jemand entschuldigt.
Ihre liebsten Romanhelden: Winnetou und Old Shatterhand. Oder andersrum.
Ihre Lieblingsgestalt in der Geschichte: Die sind mir alle suspekt.
Ihre Lieblingsheldinnen in der
Wirklichkeit: Die erst recht.
Ihre Lieblingsheldinnen in der Dichtung: Die auch.
Ihre Lieblingsmaler: Jetzt reicht’s aber.
Ihr Lieblingskomponist: Hört das jetzt
mal auf?!
Welche Eigenschaften schätzen Sie bei einem
Mann am meisten: Ich schätze oft, ob er jetzt die Rechnung bezahlt, liege
aber meist daneben ... Wenn er sich nicht überschätzt.
Welche Eigenschaften schätzen Sie bei einer
Frau am meisten: Wenn ich sie überschätze.
Ihre Lieblingstugend: Faulheit – ach,
das ist keine ...? Gelassenheit – oder ist das etwa keine ...?!
Ihre Lieblingsbeschäftigung: Mich kraulen lassen (s. u.).
Wer oder was hätten Sie sein mögen: Eine
Katze – die kleinen Schlawiner haben’s echt raus (s. o.).
Ihr Hauptcharakterzug: Niedriger Blutdruck, aber ohne Schwindel.
Was schätzen Sie bei Ihren Freunden am
meisten: Dass sie mich schätzen.
Ihr größter Fehler: Ich würde die nicht
so gewichten/möchte da keinen benachteiligen.
Ihr Traum vom Glück: Ich hab mal
geträumt, das Glück stand vor der Tür, aber die Klingel war kaputt und ich
hab’s dann nicht gehört, das Klingeln, weil’s eben gar nicht geklingelt hat,
und dann ist es wieder gegangen, das Glück. Ja, so war das, glaube ich.
Was wäre für Sie das größte Unglück: Wenn mein Traum wahr würde.
Was möchten Sie sein: WAS?! Was ist denn
das wieder für eine Frage? Eine original italienische Espressomaschine? Gut,
ernsthaft, vielleicht eine Solarzelle in Andalusien – die ganze Zeit in der
Sonne liegen, keinen Sonnenbrand kriegen und dabei noch Energie
tanken/erzeugen.
Ihre Lieblingsfarbe: Gestern Blau, heute Rot, morgen ... weiß ich noch nicht.
Ihre Lieblingsblume: Krieg ich so selten
(wink, wink ...!)
Ihr Lieblingsvogel: Was sind das hier
für Poesiealbumfragen?! Ich dachte, das wär ein ernsthafter Fragebogen!
Ihr Lieblingsschriftsteller: Optisch
Paul Newman, leider hat er sich gegen eine literarische Karriere entschieden.
Aber ach, der gute alte Ernest mit seinen Short Stories hat meine
Schreibgewohnheiten geprägt (kurz und knapp) – bei den Trinkgewohnheiten kämen
wir nicht so gut klar ...
Ihr Lieblingslyriker: Gibt’s da auch
Multiple Choice?!
Ihre Helden in der Wirklichkeit: Wicki
und die starken Männer.
Ihre Heldinnen in der Geschichte: Biene
Maja.
Ihre Lieblingsnamen: Mein Gott ...! (ist
jetzt nicht als Antwort zu verstehen)
Was verabscheuen Sie am meisten: Blöde
Fragen – die mich zwingen, so blöde Antworten zu geben ...
Welche geschichtlichen Gestalten verachten
Sie am meisten: Ja, ja, jetzt wollen Sie mich in die klassische
Politikerfalle locken – nee, nee, ich bin doch nicht blöd, da sag ich jetzt mal
gar nix.
Welche militärischen Leistungen bewundern
Sie am meisten: Was gibt’s daran zu bewundern ...?, obwohl ..., am
erstaunlichsten ist wohl, Leute dazu zu bringen, für etwas zu sterben/kämpfen,
von dem sie nachher nichts mehr haben.
Welche Reform bewundern Sie am meisten: Die
Einführung der Hundesteuer.
Welche natürliche Gabe möchten Sie
besitzen: Schreiben zu können.
Wie möchten Sie sterben: Kann ich mir
das jetzt etwa aussuchen? Oder sind Sie doch von der
Renten/Lebensversicherung!?!
Ihre gegenwärtige Geistesverfassung: Also,
wenn das jetzt noch lange so weitergeht, garantier ich für gar nichts mehr ...
Ihr Motto: Leben und sterben lassen ... nein, jetzt haben Sie
mich ganz durcheinander gebracht, das kommt von den letzten beiden Fragen,
also, vielleicht: Die Axt im Haus erspart den Seelenklempner. Nein, das auch
nicht. Ich hab’s: Wer nicht hören will, muss lesen. Nee, blöd. Jetzt aber:
Schreiben und schreiben lassen. Genau. War’s das?