Im Oktober 2001 gründete Ingo Klopfer zusammen mit einer Handvoll AutorInnen und VorleserInnen den Literatursalon Osterholzallee Ludwigsburg und begann Kurzgeschichtenlesungen, sogenannte „short-story-slams“ zu veranstalten. Er wollte sich mit diesen aber literarisch von den zu dieser Zeit boomenden „Slam-Poetry-Veranstaltungen“ absetzen. So konnte sich zwar jede/r bewerben, aber es wurde vorher eine Auswahl getroffen, ob die jeweilige Kurzgeschichte ins Konzept der „get shorties“-Lesungen passen würde. Auch gab es nie einen Ausscheidungswettkampf. So finden bis heute neben ironischen oder satirisch witzigen Texten auch anspruchsvollere Geschichten, die zum Nachdenken anregen oder sich mit kritischen Themen auseinandersetzen, Gehör vor dem Publikum.
Die eingereichten Kurzgeschichten müssen literarisch-unterhaltsam sein, dürfen nicht langweilen (überhaupt eines der obersten Gebote der „short-story“) und sollten eine Vorlesezeit von etwa 12 Minuten nicht überschreiten. Die Zuhörerzahlen wie auch die Anzahl der teilnehmende AutorInnen wuchsen kontinuierlich, so dass bald neben den Veranstaltungen in Ludwigsburg weitere regelmäßige Lesungen in Esslingen ( ab Ende 2002), Marbach a. N. (Anfang 2003), Stuttgart (seit Ende 2004), Waiblingen (2004-06) etc. sowie Lese-Events in Wien, Berlin u.a. folgten.
Im Frühjahr 2003 gründeten Ingo Klopfer und Andreas Vornehm, der eine Lese-Lounge in Berlin organisiert (www.virtuartisten.de), zusammen die Kurzgeschichtentaschenliteraturzeitschrift „get shorties“.
Für Cover und Gestaltung sorgten Andreas Vornehm und Johanna Mendau aus Berlin. Hier sollten von nun an die besten Kurzgeschichten veröffentlicht werden, die sich auf den Literatur- und Lesebühnen oder in Radiosendungen bewährt hatten. Ingo Klopfer gründete den „HeileWelt 2000+X- Verlag“ in Ludwigsburg, in dem die „get shorties“ bis 2007 erschienen. Die Auswahl für die abgedruckten Geschichten traf maßgeblich auch das Publikum: Viele der Besucher fragten immer wieder nach, wo die eine oder andere gerade gehörte Geschichte nachzulesen wäre und so war es nicht schwierig, eine Auswahl zu treffen, die ihre Leser findet.
Die „get shorties“ waren nie eine Literaturzeitschrift im üblichen Sinne. Was die „get shorties“ von anderen literarischen Zeitschriften unterscheidet, sind die StammautorInnen und der dadurch wiederkehrende Stil sowie gleichbleibende Qualität der einzelnen Ausgaben..
Neben diesen StammautorInnen gibt es jedoch immer Platz neue AutorInnen, deren Texte sich aber ebenfalls bereits auf einer der Lesebühnen bewährt haben, sowie für GastautorInnen. In jedem „get shorties“ wird neben den Kurzgeschichten ein bildender Künstler mit Zeichnungen vorgestellt ( auch hier können Bewerbungen eingereicht werden).
Bewerbungen von KurzgeschichtenautorInnen und Künstlern/Grafikern/Zeichner für die shorties sind stets willkommen !
„get shorties“ als Literaturzeitschrift erschien bis 2007 zweimal im Jahr (März/ November) .
Mit den „get shorties“ No.10 wurde jedoch eine neue Ära eingeleitet. Aus der Zeitschrift wurde ein umfangreicheres Taschenbuch, das voraussichtlich einmal im Jahr erscheinen wird. Die Berliner "Virtuartisten" gehen inzwischen eigene Wege.
Die Auflagenhöhe pendelt zwischen 750-1000 Stück. Die Verkaufserlöse decken die Druckkosten - so besetzen wir eine Nische, die weder Selbstverlag noch Abschied von der Subkultur bedeutet. Der günstige Einstiegspreis von 4.90 € für das Kurzgeschichtentaschenbuch "Bis wir uns treffen ..." solle den Kauf und das Lesen für viele neue und junge LeserInnen ermöglichen, was auch bislang hervorragend gelingt.
Derzeitige regelmäßige Veranstaltungsorte in Baden-Württemberg:
Merlin Café & Kultur/Stuttgart, Ebene 3/Heilbronn in Kooperation mit der Stadtbibliothek; Café Provinz/ Marbach a.N.; Friseursalon Haarmonie/ Esslingen.
Sowie gelegentlich: Bücherland/Karlsruhe, die Ludwigsburger Buchhandlung Aigner, Manufaktur/ Schorndorf . Hinzu kommen zahlreiche Lesungen in Stadtbibliotheken oder mit diversen Kulturämtern, so in Ludwigsburg, Lauffen a.N., Weinstadt, Waiblingen, Göppingen, Schwäbisch Hall, Weinstadt, Schwäbisch Gmünd, Besigheim, Freiburg u.a.
Bis Mai 2008 gab es die „ get shorties – Geschichten aus der Heilen Welt“ auch regelmäßig über diverse Freie Radiosender zu hören (Freies Radio für Stuttgart; Radio „Sthörfunk“ Schwäbisch Hall).
Im
Sommer 2005 kam es zu einer Zusammenarbeit mit SWR 2 Kultur Radio .
Gesendet am 2. Feb. 06 und am 14. März 06 wurden die „get shorties“ als
Kulturtipp in der Landesschau des SWR Fernsehens vorgestellt.

Ingo Klopfer